ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine Störung der Selbststeuerung im Gehirn. Bestimmte Bereiche – vor allem im Stirnhirn – arbeiten anders, insbesondere bei der Regulation der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin.
Was sind Dopamin und Noradrenalin?
Dopamin und Noradrenalin sind chemische Botenstoffe (Neurotransmitter), die Signale zwischen Nervenzellen im Gehirn übertragen.
Bei ADHS ist das Gleichgewicht dieser Botenstoffe verändert. Dadurch kann das Gehirn wichtige Signale schlechter filtern und steuern – was sich in Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder Hyperaktivität zeigen kann.
ADHS bei Kindern
Bei Kindern fällt ADHS häufig erstmals auf. Betroffene Kinder haben oft Schwierigkeiten, sich über längere Zeit zu konzentrieren, still zu sitzen oder Regeln einzuhalten. Sie wirken leicht ablenkbar, handeln spontan und reagieren manchmal vorschnell.
Dies kann sich in verschiedenen Lebensbereichen zeigen:
Eine frühzeitige Unterstützung kann Kindern helfen, ihre Fähigkeiten besser zu entwickeln und den Alltag erfolgreich zu bewältigen.
ADHS bei Erwachsenen
ADHS kann auch im Erwachsenenalter bestehen bleiben. Oft sind die Symptome weniger auffällig als in der Kindheit, da Betroffene im Laufe der Jahre Strategien entwickelt haben, um damit umzugehen.
Dennoch können weiterhin Herausforderungen bestehen:
ADHS tritt häufig nicht allein auf, sondern zusammen mit sogenannten Begleiterscheinungen (Komorbiditäten). Diese können den Alltag zusätzlich beeinflussen und sollten bei der Unterstützung unbedingt berücksichtigt werden.
ADHS und mögliche Begleiterscheinungen